Kognitives Training
Sieben kognitive Trainingsprotokolle, inspiriert von Paradigmen aus der Forschung zu Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Entscheidungsfindung unter Zeitdruck. Jedes durchläuft 50 Schwierigkeitsstufen, vom einfachen Aufwärmen bis zur anspruchsvollsten Übung.

WarnhinweisDiese Übungen sind kein Medizinprodukt und ersetzen keine klinische Beurteilung.Die Ergebnisse (Punktzahlen, Reaktionszeiten, Erfolgsquoten) sind rein indikativ und dürfen nicht als Grundlage für eine medizinische, berufliche oder operative Entscheidung dienen.
01 · Visuelle Reaktion
Eine Go/No-Go-Übung: Reagieren Sie so schnell wie möglich auf einen visuellen "Go"-Reiz, ohne auf einen "No-Go"-Reiz zu reagieren. Die Schwierigkeit steigt mit der Anzahl der Reize (8 bis 30) und kürzeren Verzögerungsfenstern.
Ein klassisches Paradigma der einfachen Reaktionszeit, untersucht seit Donders’ Arbeiten (1868) zur mentalen Chronometrie; die in den 1960er Jahren formalisierte Go/No-Go-Variante ist heute ein Standardtest zur Reaktionshemmung in der Aufmerksamkeitsdiagnostik.
02 · Auditive Reaktion
Gleiches Prinzip wie bei der visuellen Übung, angewendet auf Ton: Reagieren Sie, sobald das Tonsignal ertönt.
Die auditive Reaktionszeit ist im Schnitt 30 bis 50 Millisekunden schneller als die visuelle, da die Hörbahn eine kürzere neuronale Verarbeitung benötigt — ein seit Donders’ grundlegenden Arbeiten (1868) dokumentierter Unterschied.
03 · Kopfrechnen
Lösen Sie in begrenzter Zeit (45 bis 120 Sekunden je nach Stufe) so viele Aufgaben wie möglich; die Operatoren werden zunehmend komplexer, von Addition/Subtraktion bis zur Division.
Übung inspiriert vom schnellen Kopfrechen-Protokoll, das vom japanischen Neurowissenschaftler Ryuta Kawashima (Universität Tohoku) populär gemacht wurde und dessen präfrontale Kortexaktivierung in mehreren Studien zur kognitiven Stimulation untersucht wurde.
04 · Gedächtnis / Merkspanne
Merken Sie sich eine kurz angezeigte Ziffernfolge und geben Sie sie anschließend in der richtigen Reihenfolge wieder. Die Folgenlänge (3 bis 12 Elemente) wächst mit der Stufe, während sich die Anzeigedauer verkürzt.
Inspiriert vom Digit-Span-Test von Wechsler (1939), einer historischen Komponente der WAIS- und WISC-Intelligenzskalen, sowie vom Corsi-Block-Tapping-Test (1972) für die visuell-räumliche Komponente — ein Referenzmaß für das kurzfristige Arbeitsgedächtnis.
05 · Stroop
Bestimmen Sie die Druckfarbe eines Wortes, ohne sich vom Wort selbst ablenken zu lassen, das oft eine andere Farbe benennt. Drei Schwierigkeitsstufen.
Von John Ridley Stroop 1935 entwickelt, ist dieser Test heute eines der Referenzinstrumente der klinischen Neuropsychologie (D-KEFS-, Golden-Stroop-Batterien) zur Messung von Hemmung und selektiver Aufmerksamkeit.
06 · M.O.T. (Multiple-Object-Tracking)
Erkennen Sie mehrere Ziele unter identischen Formen, verfolgen Sie sie mit den Augen, während sie sich bewegen und vermischen, und identifizieren Sie sie danach im Stillstand. Zielanzahl (1 bis 6), Bewegungsgeschwindigkeit und Verfolgungsdauer steigen mit der Stufe.
Basiert auf dem Multiple-Object-Tracking-Paradigma, eingeführt von Pylyshyn und Storm 1988 und seither in Kontexten sehr hoher Leistung untersucht, insbesondere im Sport und Militär (Vartanian et al., Military Psychology, 2016).
07 · Aufmerksamkeitsdissoziation
Halten Sie einen gleichmäßigen Tipp-Rhythmus, während Sie parallel auf Go/No-Go-Reize reagieren — eine Doppelaufgabe, die geteilte Aufmerksamkeit erfordert. Ab Stufe 21 kann sich die Regel während der Übung umkehren, um schnelle Anpassung zu trainieren.
Inspiriert von Doppelaufgaben- und Task-Switching-Paradigmen aus der kognitiven Psychologie, der Luftfahrt und dem Training unter Aufmerksamkeitslast bei Spitzensportlern.
Jedes Protokoll durchläuft 50 Stufen: Die Schwierigkeit (Geschwindigkeit, Anzahl der Ablenkungsreize, Reaktionsfenster) passt sich automatisch an Ihren Fortschritt an.
Die visuelle Reaktion ist im kostenlosen Plan enthalten; die anderen 6 Protokolle gehören zu THOT Pro.
Training, kein Spiel
Verankert in anerkannten Forschungsparadigmen, bleibt dieses Modul ein persönliches Trainingswerkzeug — niemals ein Ersatz für medizinischen oder klinischen Rat.


